Anlagenbau

Andritz und Schuler liefern neue Produktionslinie nach Russland

Der steirische Anlagenbauer liefert eine komplette Produktionslinie für Eisenbahnräder nach Russland. Die erste Lieferung in die Region Swerdlowsk (Jekaterinburg) ist für 2022 geplant. Rohlinge der Anlage werden auf 1.250 Grad erhitzt und dann mit einer 10.000 Tonnen starken hydraulischen Presse vorgeformt.

Das ist ein Symbolbild.

Der steirische Anlagenbauer Andritz AG, genauer gesagt die Andritz Maerz und Schuler, liefert eine komplette Produktionslinie für Eisenbahnräder nach Russland in das sogenannte "Titan-Tal", der Sonderwirtschaftszone in der Region Swerdlowsk (Jekaterinburg) im Ural. Der Hauptteil des Vertrags soll voraussichtlich Mitte 2021 in Kraft gesetzt werden. Die erste Lieferung ist für das erste Quartal 2022 geplant. Insgesamt werden in die neue Fertigung rund 16 Mrd. Rubel (174 Mio. Euro) investiert.

Wie die Andritz AG in einer Aussendung mitteilte, umfasst der Fertigungsprozess der geplanten Anlage mehrere Stufen: Im Drehherdofen werden die zuvor hergestellten Rohlinge auf 1.250 Grad Celsius erwärmt, danach entzundert und in einer 10.000 Tonnen starken hydraulischen Presse vorgeformt.

Anschließend werden sie in einer von Schuler selbst entwickelten Radwalze aufgewalzt und in einer 5.000 Tonnen starken Kümpel- und Lochpresse fertiggeschmiedet. Es folgt die Geometrieprüfung in einer Laser-Messanlage und die Permanentmarkierung in einer Markierpresse. Den Abschluss bildet die Wärmebehandlung der Räder und die Härtung der Laufflächen.

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Mit der neuen Produktionslinie können rund 200.000 Eisenbahnräder pro Jahr hergestellt werden, mit einer Erweiterung sogar bis zu 300.000. Der Fertigungsstart ist für das vierte Quartal 2022 geplant. Insgesamt werden durch das Projekt rund 425 neue Arbeitsplätze geschaffen. (apa/red)

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