Tunnelbau

Anbindungen zum BBT: Günther Platter fordert "mehr Druck" von der EU

2028 soll der Brenner Basistunnel in Betrieb gehen, doch bei Zulaufstrecken sind noch ganz viele Fragen völlig offen. Das Megaprojekt dürfe deswegen allerdings nicht gefährdet werden, so der Tiroler Landeshauptmann.

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) hat in Sachen Brennerbasistunnel (BBT) "mehr Druck" seitens der Europäischen Union hinsichtlich des Ausbaus der Zulaufstrecken eingefordert. Eine Inbetriebnahme im Jahr 2028 dürfe nicht durch "fehlende Anbindungen" gefährdet werden, erklärte Platter nach einem Treffen mit EU-Koordinator Pat Cox in Innsbruck.

"Es kann nicht sein, dass in Deutschland immer noch über die Notwendigkeit der Zulaufstrecken diskutiert wird und auch in Italien bisher noch kein einziger Meter Zulaufstrecke errichtet wurde", kritisierte der Landeshauptmann. Gleichzeitig bedürfe es verkehrspolitischer Rahmenbedingungen, um die Verlagerung auf die Schiene zu forcieren, so Platter und forderte unter anderem ein Vorantreiben der Harmonisierung der Bahnsysteme und die Eindämmung des Güterverkehrs auf der Straße.

Der Tiroler Landeschef betonte, dass das Projekt BBT im Zeitplan liege und der vom Aufsichtsrat genehmigte Kostenrahmen halte. Mittlerweile ist bereits die Hälfte des insgesamt 230 Kilometer langen Tunnelnetzes ausgebrochen. (apa/red)

White Paper zum Thema

Aktuell zum Megaprojekt:
BBT: UVP für Baulos 1 für Zulaufstrecke in Südtirol positiv >>   
BBT: Arbeiten auf österreichischer Seite länger als geplant >>  
BBT-Vorstand Bergmeister: "Ich gehe mit großer Wehmut" >>

INDUSTRIEMAGAZIN im Sommer 2019:
Brenner Baulos H51: Eine Feier einen halben Kilometer unter der Erde >>

Verwandte tecfindr-Einträge