Zulieferindustrie

AMS und AT&S unter Druck - Apple will weniger bestellen

Apple will für das iPhone um rund ein Fünftel weniger Komponenten bei seinen Zulieferern bestellen. Die Nachricht wirkt sich sofort auf den Aktienkurs der steirischen Zulieferer AMS und AT&S aus.

Apple hat seine iPhone- Zulieferer einem Zeitungsbericht zufolge auf weniger Bestellungen eingestellt. Der US-Konzern habe bei seinen Lieferanten für die zweite Jahreshälfte rund ein Fünftel weniger Komponenten geordert, meldete das japanische Wirtschaftsblatt "Nikkei" unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Bei Apple war zunächst keine Stellungnahme erhältlich.

"Apple ist ziemlich konservativ, was neue Bestellungen für die dieses Jahr auf den Markt kommende iPhone-Generation angeht", sagte ein Insider. Das Unternehmen rechne 2018 mit Auslieferungen von 80 Millionen seiner Smartphones. Zur gleichen Zeit im vergangenen Jahr habe der US-Konzern noch mit 100 Millionen Geräten kalkuliert.

An der Börse sorgte der Bericht für Verunsicherung. Die Apple-Aktie fiel zuletzt um rund zwei Prozent auf etwa 189 Dollar.

White Paper zum Thema

Die Papiere der steirischen Apple-Zulieferers AMS und AT&S gaben um sechs Prozent bzw. drei Prozent nach,

Dialog Semiconductor rund vier Prozent. Die Anteilsscheine des deutsch-englischen Chipherstellers waren bereits zum Wochenstart wegen Sorgen vor Auftragsverlusten auf ein Vier-Jahres-Tief eingebrochen. (reuters/apa/red)
 

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