Sensoren

AMS AG "transferiert" Mitarbeiter und Technologie an neue Firma in den Niederlanden

Der steirische Sensorenhersteller AMS gründet zusammen mit der Finanzfirma Wise Road Capital eine neue Firma in den Niederlanden, um den Vertrieb von Sensoren auf dem Weltmarkt zu beschleunigen. Mitarbeiter, Kunden und Produkte werden in die neue Firma transferiert, heißt es gegenüber Industriemagazin.at. Im Blick: Der Markt in China.

Der steirische Sensoren-Produzent AMS AG und das Private Equity Unternehmen Wise Road Capital wollen eine Gemeinschaftsfirma mit Sitz in den Niederlanden gründen. Ziel des neuen Unternehmens soll es sein, den Absatz von Umwelt-, Durchfluss- und Drucksensorlösungen auf dem Weltmarkt voranzutreiben. Dies teilt die AMS AG mit, die ihre Konzernzentrale in Graz hat und an der Züricher Börse notiert.

Mitarbeiter, Technologie, Produkte und Kunden an die neuen Firma "transferiert"

Das neue Unternehmen werde weniger als hundert Mitarbeiter haben, so Moritz M. Gmeiner, Vizechef für Investor Relations, gegenüber Industriemagazin.at. Demnach werden im Rahmen der jetzt getroffenen Vereinbarung Mitarbeiter, geistiges Eigentum (IP), Sensorprodukte und Lösungen sowie die zugehörigen Kunden von AMS zur neuen Gemeinschaftsfirma "transferiert".

Dieser "Transfer" werde vor allem Standorte von AMS in Deutschland und den Niederlanden betreffen, so Gmeiner weiter. Sie sollen demnach an ihren Arbeitsplätzen in ihren Standorten verbleiben und würden künftig zum neuen Unternehmen dazu gerechnet.

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Transfer auch bei Technologien und Produkten

AMS transferiert sein aktuelles Portfolio an Umweltsensorlösungen, das Luftqualität, relative Luftfeuchtigkeit und Temperatur abdeckt und in Infrastrukturanwendungen der Bereiche Automotive, intelligente Gebäude und Luftqualitätsüberwachung zum Einsatz kommt. Zudem werden die ams-Lösungen für Durchflusssensorik auf Basis von Ultraschalltechnik das Portfolio des neuen Unternehmens ergänzen. Abgerundet wird das Portfolio durch ams' Entwicklungsaktivitäten für Drucksensoren.

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Finanzfirma soll vor allem mit Kontakten in China helfen

Die Finanzfirma Wise Road Capital soll ihre Kenntnisse und Kontakte zu Kunden einbringen, über die sie besonders in diesem Marktsegment verfüge, so Investor Relations-Vizechef Gmeiner weiter. Damit seien insbesondere die Verbindungen von Wise Road Capital nach China gemeint.

Wise Road Capital solle demnach das neue Unternehmen beraten und ihm sein umfangreiches Netzwerk sowie alle Ressourcen seiner Industriepartner in den Bereichen Automotive, Telekommunikation, Industriesteuerungen und Haushaltsgeräte eröffnen.

Stefan Raible soll Chef der neuen Firma werden

Das neue Unternehmen mit Sitz in den Niederlanden wird Stefan Raible als Geschäftsführer leiten. Stefan Raible ist derzeit General Manager des Produktbereichs Umweltsensorik bei ams und war zuvor CEO von Applied Sensors, einem 2014 von ams erworbenen Unternehmen. Die Vereinbarung beinhaltet eine Investition, die das im Joint Venture enthaltene Geschäft mit rund 120 Mio. Dollar (105,74 Mio. Euro) bewertet, und soll nach Erwartung der Parteien im Herbst 2019 umgesetzt werden.

(pm)

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