Rohstoffe

Amerikanischer Botschafter macht Werbung für amerikanisches LNG

Der in Berlin stationierte US-Botschafter Grenell wirbt für Flüssiggas aus Amerika. Das passt zum Kurs von Donald Trump, die Erdgasimporte aus Russland nach Europa zurückdrängen zu wollen - zugunsten von LNG aus Übersee.

Der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, wirbt für mehr Lieferungen von verflüssigtem Erdgas aus Amerika nach Europa. "Die USA sind in der Lage zu liefern, und die Deutschen und Europäer würden davon profitieren", schrieb Grenell in einem gemeinsamen Gastbeitrag mit dem stellvertretenden US-Energieminister Dan Brouillette im "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe).

"Die Chance liegt im Bereich der Energie, in der gemeinsamen Ergründung wettbewerbsfähiger Wege, den US-Erdgasreichtum zur Förderung der Energievielfalt in der EU zu nutzen, um so ihre Energiesicherheit zu stärken", meint Grenell. Flüssiggas (LNG) könne dazu beitragen, den Energiemarkt zu diversifizieren.

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Die technische Kompetenz im amerikanischen Öl- und Gassektor sorge für mehr Effizienz bei der Förderung von Erdgas und der Umwandlung in Flüssiggas. "Wir stehen voll und ganz hinter dem westlichen Wirtschaftssystem und sind bereit, den europäischen Energiebedarf zu decken und uns im Wettbewerb mit anderen, undurchsichtigeren Versorgern zu behaupten", heißt es in dem Beitrag. "Letztlich wird der Markt bestimmen, aus welchen Quellen Energie bezogen und wie sie genutzt wird." Der öffentliche Sektor könne als Katalysator dienen, wie Flüssiggas entwickelt und vertrieben werden könne.

Die USA hatten zuletzt Druck in Sachen LNG gemacht. Sie wollen einerseits ihr eigenes Flüssiggas nach Europa verkaufen. Andererseits ist ihnen der Bau der zweiten Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 von Russland nach Westeuropa ein Dorn im Auge. US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker hatten sich im Juli zur Beilegung des Handelsstreits für höhere LNG-Exporte der USA nach Europa ausgesprochen. (reuters/apa/red)

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