Ergebnisse

Amag mit neuem Höchstand bei der Aluminium-Walzproduktion

Der oberösterreichische Aluminiumkonzern hat seinen Gewinn in den ersten neun Monaten um ein Viertel gesteigert - wegen einer wachsenden Nachfrage, aber auch höheren Preisen. Die Herstellung von Walzprodukten erreicht einen neuen Höchststand.

Der börsenotierte Aluminiumkonzern Amag hat das Betriebs- und das Nettoergebnis heuer bis September um rund ein Viertel gesteigert, auch wenn das dritte Quartal etwas schwächer ausfiel.

Umsatz und Absatz legten in den neun Monaten ebenfalls zu. Fürs Gesamtjahr wird ein deutliches Ergebnisplus gegenüber 2016 erwartet und die EBITDA-Prognose angehoben, wie die Amag mitteilt.

Konzernchef Wieser erwartet höheres Jahresergebnis

Für das Gesamtjahr erhöht die Amag-Gruppe die Ergebnisprognose leicht. Das EBITDA wird nun in einer Range von 155 bis 162 Mio. Euro erwartet, im August hatte man noch 150 bis 160 Mio. Euro prognostiziert. 2016 hatte das EBITDA 143 Mio. Euro betragen.

Konzernchef Helmut Wieser erwartet für die Amag mittelfristig attraktives Wachstum etwa in der Auto-, Luftfahrt-, Verpackungs-, Sport- und Elektronikindustrie. Dafür sehe man sich gut aufgestellt.

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Die Mitarbeiterzahl lag zuletzt im dritten Quartal im Schnitt bei 1.915 (1.808), um 5,9 Prozent höher als im Vergleichsquartal des Vorjahres.

Rekord bei der Herstellung von Walzprodukten

Der Gesamtabsatz wuchs in den ersten drei Quartalen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 3 Prozent auf 318.900 Tonnen, dabei expandierte man vor allem am Stammsitz Ranshofen in Oberösterreich.

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Die Alu-Walzproduktion erreichte mit 162.500 Tonnen (+6 Prozent) einen neuen Rekord. Der Umsatz der Gruppe wuchs um 15,0 Prozent auf 790,2 Mio. Euro, neben dem Absatzanstieg auch durch höhere Alu-Preise. Dieser legte im Jahresabstand von 1.578 auf 1.933 Dollar/Tonne um 23 Prozent zu. Im dritten Quartal allein wuchs der Umsatz um 12,9 Prozent auf 254,8 Mio. Euro.

Gewinn im dritten Quartal gesunken

Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg in den neun Monaten um 22,9 Prozent auf 72,0 Mio. Euro, verringerte sich aber im dritten Quartal - wie von den Analysten erwartet - um 12,5 Prozent auf 16,9 Mio. Euro. Nach Ertragssteuern blieb ein Gewinn in den neun Monaten von 48,6 Mio. Euro, ein Plus von 26,1 Prozent.

Im dritten Quartal sank der Nettogewinn um 12,8 Prozent auf 11,1 Mio. Euro. Auf EBITDA-Ebene (nach Zinsen, Steuern und Abschreibungen) war man in den neun Monaten mit 129,0 Mio. Euro um 17,6 Prozent besser unterwegs, im dritten Quartal allein wurde das EBITDA mit 36,5 Mio. Euro gehalten (+0,8 Prozent). (apa/red)

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