Strafzölle

Aluminium: EU wehrt sich gegen Chinas Dumpingpreise

Die EU hat Strafzölle auf bestimmte Aluminiumimporte aus China verhängt. Damit folgt Brüssel in diesem Punkt der Linie von Donald Trump - mit einer jahrelangen Verspätung. Denn Europas Hersteller beklagen seit Langem nicht gerechte Preise und einen immer weiter steigenden Konkurrenzdruck aus Fernost.

Die EU hat bestimmte Aluminiumimporte aus China mit Strafzöllen belegt. Die Aufschläge zwischen 19 und 47 Prozent auf flachgewalzte Aluminiumprodukte gelten ab dieser Woche, wie im Amtsblatt der EU angekündigt wurde. Demnach hatte eine Untersuchung der EU-Kommission ergeben, dass diese Produkte zu künstlich niedrigen Preisen in Europa verkauft werden.

Europäische Aluminiumhersteller hatten sich in Brüssel beschwert, sie würden von billigen chinesischen Importen vom Markt gedrängt. China wird immer wieder vorgeworfen, Überkapazitäten im staatlich geförderten Stahl- und Aluminiumsektor gezielt herbeizuführen.

Brüssel folgt in diesem Punkt Donald Trump - nur um Jahre später

In den vergangenen zehn Jahren hatte dies zu einer ganzen Reihe gegenseitiger Importbeschränkungen geführt. Bemühungen, eine globale Verhandlungslösung für die chinesische Überproduktion im Metallsektor zu finden, schlugen fehl. Der Konflikt ist auch Hintergrund des US-Handelsstreits mit Peking.

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"Wir sind dankbar, dass die Kommission die notwendigen Schritte unternimmt, um unsere Industrie vor unlauterem Wettbewerb zu schützen", sagte Gerd Goetz, Generaldirektor von European Aluminium, dem Verband, der hinter der Beschwerde steht. (afp/apa/red)

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