Aluminiumindustrie

Aluminij: Ehemals größter Exporteur Bosniens beendet Produktion

Der Aluminiumverarbeiter Aluminij, der einst führende Exporteur Bosnien-Herzegowinas, hat den Betrieb beendet - weil zum Schluss die Stromrechnung nicht bezahlt werden konnte. Auch Verhandlungen mit dem Bergbauriesen Glencore sind zuletzt gescheitert.

Aluminiumindustrie Glencore Bosnien-Herzegowina Jugoslawien

Der einst führende Exporteur Bosnien-Herzegowinas, ein Aluminiumbetrieb in Mostar, hat vergangene Nacht die Produktion eingestellt. Dazu ist es laut Medienberichten gekommen, weil die Stromschulden der Firma Aluminij auf 280 Mio. KM (143 Mio. Euro) angestiegen sind und die Verhandlungen der lokalen Behörden mit dem Schweizer Unternehmen Glencore über eine strategische Partnerschaft scheiterten.

Eine Jahresproduktion von 130.000 Tonnen Primäraluminium

Noch im Jahr 2017 war der Aluminiumbetrieb mit einem Exportvolumen von 360 Mio. KM (183,86 Mio. Euro) der führende Exporteur Bosniens. Die Jahresproduktion des Unternehmens mit rund 1.000 Mitarbeitern belief sich auf rund 130.000 Tonnen Primäraluminium.

Die größere bosnische Entität, die Bosniakisch-Kroatische Föderation, und die Kleinaktionäre besitzen jeweils 44 Prozent der Aluminij-Firmenanteile, weitere 12 Prozent gehören dem kroatischen Staat.

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Bürgermeisters von Mostar: Interessenten aus England und Saudi-Arabien

Die Entitätsregierung hat die Hoffnung, einen Käufer zu finden, noch nicht aufgegeben. Nach Angaben des Bürgermeisters von Mostar, Ljubo Beslic, auf welchen sich der Sender "Free Europe" berief, hätten eine britische Firma und ein Unternehmen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ihr Interesse an dem Betrieb bekundet. (apa/red)

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