Bahnindustrie

Alstom und Bombardier wollen Megafusion bald abschließen

Trotz Coronakrise will Bahnindustriekonzern Alstom die Übernahme der Bahnsparte von Bombardier bis zum kommenden Frühjahr abgeschlossen haben. Den Franzosen ist die Bahnsparte der Kanadier 5,3 Milliarden Euro wert. Bombardier betreibt auch ein großes Werk in Wien.

Das Wiener Werk von Bombardier ist unter anderem auf die Herstellung von Straßenbahnen spezialisiert, die weltweit im Einsatz sind. Hier im Bild die in Wien eingesetzte Baureihe "Flexity".

Ungeachtet der Coronakrise will der französische TGV-Hersteller Alstom die seit längerem vorbereitete Megafusion mit der Bombardier-Zugsparte bis Ende März kommenden Jahres abschließen. Das teilte Alstom bei der Vorlage der Halbjahresergebnisse in Saint-Ouen bei Paris mit.

Alstom bestätigte frühere Informationen, wonach der Kaufpreis bis zu 5,3 Mrd. Euro betragen soll. Die anfängliche Spanne der Transaktion hatte zwischen 5,8 und 6,2 Mrd. Euro gelegen. Die EU-Wettbewerbshüter in Brüssel gaben im Juli grünes Licht für das Geschäft. Dazu: Alstom und Bombardier bekommen grünes Licht für Megafusion >>

Alstom zahlt über fünf Milliarden Euro

Der Umsatz des französischen Herstellers von TGV-Hochgeschwindigkeitszügen sank in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres 2020/21 (zum 30. März) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15 Prozent auf rund 3,5 Mrd. Euro. Grund war vor allem die Corona-Krise. Der Nettogewinn ging um rund ein Viertel auf 170 Mio. Euro zurück.

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Fusion der Sparten von Alstom und Siemens durfte nicht kommen

Alstom war vor der geplanten Fusion mit der Zugsparte des kanadischen Bombardier-Konzerns mit dem Versuch gescheitert, mit der Zugsparte des deutschen Siemens-Konzerns zusammenzugehen. Die EU-Wettbewerbshüter hatten ein Veto eingelegt, denn die Zugeständnisse reichten nach Brüsseler Auffassung damals nicht aus. (dpa/apa/red)

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