Joint Venture

Alpla-Chairman Günther Lehner: "Unser Ziel ist und bleibt der Kreislauf von Flasche zu Flasche"

Der Kunststoffverpackungshersteller Alpla investiert im Rahmen eines Joint Ventures mit Partnern in den Bau einer Recyclinganlage im rumänischen Targu Mures.

"Mit diesem Joint Venture gehen wir einen strategisch wichtigen Schritt."
Alpla-Chairman Günther Lehner

Mit der geplanten Gründung des Joint Ventures PET Recycling Team Targu Mures investieren Alpla und die Firmen Ecohelp SRL (Rumänien) sowie United Polymer Trading AG (Schweiz) zu gleichen Teilen in die Installation einer Extrusionslinie für das Recycling von Post-Consumer-PET-Flaschen am Standort des rumänischen Partners. Ziel ist die jährliche Produktion von 15.000 Tonnen Post-Consumer-recyceltem PET in Lebensmittelqualität.

Das rPET-Granulat wird anschließend zur Herstellung neuer Preforms und Flaschen eingesetzt und soll dazu beitragen, den lokalen Stoffkreislauf innerhalb der Region Zentral- und Südosteuropa zu stärken.

Während sich Alpla als Recyclingspezialist sowie Preform- und Flaschenproduzent einbringt, stellt Ecohelp das Ausgangsmaterial in Form von PET-Flakes zur Verfügung, aus denen dann in einem Extrusionsprozess hochwertiges rPET-Granulat gewonnen wird. UPT wiederum ist Miteigentümer der rPET Upcycling-Anlage Cumapol Emmen in den Niederlanden und auf den Handel mit Kunststoffen und Recyclingmaterial spezialisiert.

White Paper zum Thema

Das gesamte Volumen der Investition in die Anlage sowie in die dazugehörigen Gebäude und die Infrastruktur beläuft sich auf rund 7,5 Millionen Euro. Im Zuge der Anlagenerweiterung werden 15 neue Arbeitsplätze am Standort in Targu Mures geschaffen.

Förderung der lokalen Kreislaufwirtschaft 

Alpla Chairman Günther Lehner, nach Übergabe des operativen Geschäfts an seinen Sohn Philipp zuständig für die Weiterentwicklung der Unternehmensbereiche Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft, betont die Bedeutung der Investition: „Unser Ziel ist und bleibt der Kreislauf von Flasche zu Flasche – auch in Regionen, in denen die Sammlung und Verwertung von Kunststoffabfällen noch Entwicklungspotenzial hat. Mit diesem Joint Venture gehen wir einen strategisch wichtigen und zukunftsfähigen Schritt in diese Richtung.“

Alpla, Joint, Venture, PRT, Targu, Mures © Alpla

Mit der Gründung des Joint Ventures PET Recycling Team Targu Mures investieren Alpla und die Firmen Ecohelp sowie UPT in den Bau einer Recyclinganlage für PET.

 

Georg Lässer, Head of Corporate Recycling bei Alpla, ergänzt: „Wir sehen nach wie vor einen wachsenden Bedarf an Recyclingmaterial seitens unserer Kunden, und das weltweit. Diese ungebrochene Nachfrage und das Bedürfnis der Kunden, lokale Stoffkreisläufe zu schließen, verleiht uns die Möglichkeit, Investitionsprojekte dieser Art anzuschieben. Mit den beiden Partnern haben wir unterschiedliche Kompetenzen gebündelt und freuen uns auf die neue Form der Zusammenarbeit.“

Podcast-Tipp: Wie Alpla-Gründerenkel Philipp Lehner mit disruptiven Produkten die Internationalisierungsstory des Unternehmen fortschreibt

Rainer Widmar, Regional Manager CEE bei Alpla, hebt die Relevanz für die Kundenbeziehungen vor Ort hervor: „Mit diesem Investment bringen wir unsere Recycling-Expertise hin zu unseren Kunden in dieser Region und können damit noch näher am Markt agieren."

Das Joint Venture wurde vorbehaltlich der wettbewerbsrechtlichen Genehmigungen von den Vertragsparteien am 9. September 2021 unterzeichnet. Geplant ist der Start der Produktion für Mitte des Jahres 2022. Über weitere Details haben die Vertragspartner Stillschweigen vereinbart.

Anfang des Jahres 2021 hatte die Alpla Group angekündigt, bis 2025 jährlich durchschnittlich 50 Millionen Euro in den weiteren Ausbau der Recyclingaktivitäten zu investieren. Geplant ist vor allem die Internationalisierung der Maßnahmen für hochqualitative Rezyklate, um Wertstoffkreisläufe in möglichst vielen Regionen zu schließen. Insgesamt beläuft sich die jährliche Kapazität der ALPLA Recyclingunternehmen sowie Joint Ventures und Kooperationen auf rund 130.000 Tonnen für PET und 60.000 Tonnen für PE.

(red)