Luftfahrtindustrie

Airbus-Zulieferer Diehl Aviation baut 900 Stellen ab

Rund 3.100 Jobs sollen in Deutschland bis Mitte 2025 erhalten bleiben. Im Vorjahr war noch von einer Streichung von bis zu 1.400 Stellen angekündigt worden.

Diehl Aviation, ein führender Anbieter von Kabinenausstattungen und Flugzeugsystemen sowie dazugehörigen Dienstleistungen, hat in dieser Woche die im November 2020 begonnenen Verhandlungen mit seinen Sozialpartnern zur Umsetzung eines Zukunftskonzeptes erfolgreich abgeschlossen.

Der Zulieferer wird aufgrund der Auswirkungen der Coronapandemie auf die Luftfahrt rund 900 Stellen abbauen. Darauf hat sich das Unternehmen mit Arbeitnehmervertretern geeinigt. Bis Mitte 2025 sollen in Deutschland rund 3.100 Stellen erhalten bleiben. Im vergangenen Jahr hatte Diehl Aviation demnach rund 4.000 Mitarbeiter an seinen deutschen Standorten. Der Standort Diehl Metering in Wien ist derzeit nicht vom Stellenabbau betroffen.

Im November 2020 hatte das Unternehmen noch die Streichung von bis zu 1.400 Stellen angekündigt. Die nun erzielte Einigung umfasst den Angaben nach einen Interessenausgleich, einen Rahmensozialplan sowie dazugehörige Betriebsvereinbarungen. Ein Großteil der Stellen sei bereits abgebaut worden, dies solle "weitgehend sozialverträglich" umgesetzt werden. Am Sitz des Unternehmens in Laupheim bei Ulm wird die Zahl der Stellen bis 2022 von 1.800 auf rund 1.300 reduziert.

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Eine Sprecherin der IG Metall zeigte sich grundsätzlich zufrieden mit dem, was bei der Einigung für die Arbeitnehmer erreicht wurde. Zudem sei sie froh, dass nun weniger Stellen abgebaut werden sollen, als ursprünglich angekündigt.

Diehl Aviation hatte zu Beginn des vergangenen Jahres einen deutlichen Einbruch bei Umsatz und Nachfrage zu verzeichnen. Das Unternehmen rechnet demnach damit, heuer den Talboden der Krise zu erreichen und sich ab 2022 langsam wieder zu erholen. Der Hersteller von Kabinenausstattung für Flugzeuge beschäftigt derzeit weltweit rund 5.000 Mitarbeiter.