Luftfahrtindustrie

Airbus verlegt Hubschrauber-Fertigung nach Südkorea

Der europäische Luftfahrtkonzern will einen Teil seiner Produktion aus Europa weg verlagern: Die Hubschrauber-Fertigung soll von Frankreich nach Südkorea abwandern. Dort will Airbus in Zukunft mit koreanischen Partnern militärische und zivile Leichthubschrauber entwickeln.

Der Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus will wie geplant bis 2012 eine seiner Hubschrauber-Fertigungen von Marseille in Frankreich nach Südkorea verlegen. Dazu sei in der vergangenen Woche eine Vereinbarung mit der europäischen Luftfahrtbehörde EASA unterzeichnet worden, sagte eine Sprecherin des südkoreanischen Transportministeriums. Dadurch ist nach Angaben des Ministeriums unter anderem sichergestellt, das ein Gelände für Testflüge bereitgestellt wird.

Der zweimotorige leichte Transport- und Mehrzweck-Hubschrauber EC155 B1(H155) soll in der südlichen Stadt Sacheon gebaut werden. Dort hat der langjährige Airbus-Kooperationspartner Korea Aerospace Industries (KAI) seine Anlagen einschließlich der Helikopter-Produktion.

Die Verlegung sei Teil eines Abkommens von 2015 mit KAI, sagte eine Sprecherin der Airbus-Tochter Airbus Helicopters. Vor fünf Jahren hatten Airbus Helicopters und KAI vereinbart, im Auftrag der Regierung Südkoreas zusammen militärische und zivile Leichthubschrauber zu entwickeln. Die Hubschrauber sollten auf der Basis des Modells H155 aus der Dauphin-Baureihe von Airbus entwickelt werden. Die Produktion soll jetzt von 2021 an im Rahmen eines Joint Venture in Südkorea laufen. KAI baut demnach die Hubschrauber unter Aufsicht von Airbus Helicopters. (dpa/apa/red)