Waffen

Airbus verkauft Waffensparte - sechs Firmen wollen kaufen

Airbus verkauft Teile seines Geschäfts mit elektronischer Kriegsführung und Grenzüberwachung. Betroffen sind vor allem Standorte in Deutschland. Rheinmetall, Thales und vier Finanzfirmen warten schon auf den Zuschlag.

Der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus verhandelt nach einem Bericht der "WirtschaftsWoche" mit insgesamt sechs Interessenten über den Kauf von Teilen seines Rüstungsgeschäfts.

Rheinmetall würde gerne kaufen - vier Finanzfirmen auch

Dazu gehörten Bieter wie der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall, der französische Technologiekonzern Thales sowie vier Finanzinvestoren, darunter KKR und Carlyle aus den USA sowie die britische Gesellschaft Cinven, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf Branchenkreise. Ein Airbus-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren.

Airbus-Chef Tom Enders hatte sich aber kürzlich in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" zum Stand des Verkaufsprozesses geäußert. Bis Jahresende wolle man Klarheit über den Käufer haben, erklärte Enders darin. "Es gibt namhafte Interessenten aus der Industrie und dem Private-Equity-Bereich."

White Paper zum Thema

Airbus will ein Fünftel des Waffengeschäfts loswerden

Zugleich bekräftigte der Airbus-Chef, dass der Konzern nicht das gesamte Verteidigungsgeschäft, sondern nur knapp 20 Prozent abgeben wolle, "vor allem eben in Deutschland".

Airbus hatte vor etwa einem Jahr angekündigt, Teile seines Waffengeschäfts verkaufen zu wollen. Dazu zählt das Geschäft mit Radar, elektronischer Kriegsführung und Grenzüberwachung. (dpa/apa/red)