Luftfahrtindustrie

Airbus verabschiedet sich vom 38-Milliarden-Dollar-Deal im Iran

Airbus glaubt nicht mehr an die Auslieferung von Maschinen im Rahmen eines riesigen Auftrags im Iran. "Wir werden sehr wahrscheinlich nicht mehr dazu in der Lage sein", so Spartenchef Guillaume Faury. Grund sind Sanktionen der USA gegen das Land.

Airbus rechnet wegen der US-Sanktionen nicht mehr mit der Auslieferung von Flugzeugen an den Iran. "Zwar warten wir noch auf die Details zu den neuen Sanktionen, sehr wahrscheinlich werden wir aber nicht in der Lage sein, die aus dem Auftrag noch ausstehenden 97 Flugzeuge auszuliefern", sagte Guillaume Faury, Chef der Zivilflugzeugsparte von Airbus, dem "Hamburger Abendblatt".

IranAir hatte 200 Maschinen mit einem Listenpreis von insgesamt 38,3 Milliarden Dollar (32,7 Mrd. Euro) bei Airbus und seinem Konkurrenten Boeing bestellt. US-Präsident Donald Trump verkündete jedoch im Mai den Ausstieg der USA aus dem Abkommen mit dem Iran. Daraufhin wurden Sanktionen gegen das Land wieder eingeführt. (reuters/apa/red)

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