Luftfahrtindustrie

Airbus sucht offenbar einen Käufer für seinen Zulieferer PFW Aerospace

Eingeweihten zufolge verhandelt Airbus gerade über einen Verkauf seines deutschen Zulieferers PFW. Das deutsche Traditionsunternehmen mit 1.800 Mitarbeitern ist auf Rohrleitungssysteme für Flugzeuge spezialisiert.

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Airbus nimmt Insidern zufolge einen neuen Anlauf zum Verkauf seines Zulieferers PFW Aerospace. Der Flugzeugbauer wolle im Herbst erneut einen Verkaufsprozess für den Spezialisten für Rohrleitungssysteme in Flugzeugen starten, sagten mehrere mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Verkauf könnte bis 600 Millionen Euro einbringen

Die Investmentbank Lazard soll den Prozess organisieren. Lazard wollte sich nicht zu den Informationen äußern. Airbus war nicht zu erreichen. PFW könne einen Erlös von 500 bis 600 Mio. Euro bringen, sagten die Insider.

Eckdaten zu PFW

PFW wurde 1913 als Pfalz-Flugzeugwerke in der Stadt Speyer gegründet. 2001 verkaufte der Airbus-Vorläufer Dasa das deutsche Traditionsunternehmen an den Finanzinvestor Safeguard verkauft, der derzeit noch 25 Prozent der Anteile hält.

2011 hatte Airbus das Unternehmen mit rund 1.800 Mitarbeitern wieder übernommen, um dessen Insolvenz zu vermeiden. Der Luftfahrtkonzern hatte sich aber seither nur als vorübergehender Eigentümer gesehen.

Von Dasa an eine Finanzfirma verkauft

Ein erster Versuch, sich von der 1913 gegründeten ehemaligen Pfalz-Flugzeugwerke zu trennen, war 2015 im Sande verlaufen. Die Gebote von Konkurrenten, aber auch von Finanzinvestoren waren Airbus zu niedrig. (reuters/apa/red)