Rüstungsindustrie

Airbus stoppt Investitionen in seine Militärsparte

Bei Airbus gibt es das Risiko, heuer deutlich weniger frei verfügbare Geldmittel zur Verfügung zu haben als geplant. Deshalb friert der Konzern alle neuen Investitionen in die Sparte "Defence and Space" ein.

Airbus legt in seiner Rüstungssparte "Defence and Space" die Investitionsausgaben auf Eis. Angesichts des Risikos, die Ziele für die frei verfügbaren Geldmittel heuer um hunderte Millionen von Euro zu verfehlen, "müssen wir zusammen etwas Außergewöhnliches unternehmen", erklärte der Finanzchef der Sparte, Julian Whitehead, laut einer internen Mitteilung an die Mitarbeiter, die Reuters vorliegt.

Die Sparte wolle ein Krisenteam einrichten, um die Situation vor Ende des Jahres zu verbessern. So lange würden alle Investitionsausgaben innerhalb des Bereichs und auch bei allen Tochtergesellschaften eingefroren.

Ein Airbus-Sprecher sagte dazu, es handle sich dabei um ein standardmäßiges Vorgehen, um die vierteljährlichen und jährlichen Spartenziele zu erreichen. Man befinde sich im traditionellen Jahresendspurt.

Airbus hatte für 2017 einen freien Cashflow für die Gruppe auf Vorjahresniveau in Aussicht gestellt. Der Konzern veröffentlicht keine Ziele für die flüssigen Mittel für die Sparten.

Der Bereich Defence and Space hatte wegen der Probleme mit dem Militärtransporter A400M bereits vor anhaltendem Druck auf die Barmittelbestände gewarnt. (reuters/apa/red)