Luftfahrtindustrie

Airbus fixiert die Übernahme der C-Serie von Bombardier

Bombardiers Baureihe für mittellange Strecken gehört ab Juli zu Airbus: Der europäische Luftfahrtkonzern bekommt damit eine ganze Produktpalette, ohne viel Geld in die Entwicklung stecken zu müssen. Bombardier wird dagegen eine Problemsparte los.

Der Flugzeugbauer Airbus hat die seit längerem geplante Übernahme von Bombardiers Mittelstrecken-Baureihe C-Serie fixiert. Airbus einigte sich mit dem kanadischen Konzern und dessen Partner Investissement Quebec darauf, dass der Deal nun mit 1. Juli vollzogen wird. Alle notwendigen Genehmigungen der Behörden seien inzwischen eingegangen, teilten die Unternehmen mit.

Airbus-Chef Thomas Enders hatte bereits vor einigen Wochen angekündigt, dass er das bereits im Oktober verkündete Geschäft noch bis Mitte des Jahres durchziehen will. Mehr dazu: Airbus: Übernahme der Bombardier C-Serie schneller als gedacht >>

Wie Airbus nun erklärte, übernimmt der europäische Konzern die Mehrheit an der Baureihe, deren teure Entwicklung den kanadischen Bombardier-Konzern in finanzielle Schwierigkeiten gebracht hatte. Wie hoch der Anteils genau ist, gab Airbus nicht bekannt.

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Bombardier behält Minderheitsanteile - und zahlt auch mit

Der Flugzeugbauer erweitert seine Produktpalette damit auf kleinere Passagierjets, ohne selbst viel Geld in die Entwicklung neuer Flugzeuge investieren zu müssen. Die C-Serie wird mit dem Tag der Übernahme in der Airbus-Bilanzberichterstattung berücksichtigt. Bombardier ist in der künftigen Aufstellung nicht stimmberechtigter Aktionär.

Die Kanadier haben sich verpflichtet, weiter Geld in das Projekt zu schießen, falls dies notwendig wird. Im restlichen Jahr 2018 müssen sie bis zu 225 Mio. Dollar (190 Mio. Euro) zahlen und 2019 bis zu 350 Mio. Dollar. In den beiden Folgejahren könnte dann noch einmal eine Gesamtsumme von 350 Mio. Dollar fällig werden. Sollten darüber hinaus finanzielle Mittel fehlen, werde die Summe unter den stimmberechtigten Aktionären (Klasse-A-Aktien) entsprechend ihrem Anteil aufgeteilt. (dpa/apa/red)

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