Gestiegene Rohstoffkosten

Agrana erleidet Gewinneinbruch

Höhere Rohstoffkosten haben den Gewinn des börsenotierten Zucker-, Stärke- und Fruchtkonzerns Agrana im ersten Halbjahr um rund ein Drittel reduziert.

Nahrungsmittelindustrie Agrana Johann Marihart

Agrana erwartet für das Gesamtjahr weiterhin einen "leichten Anstieg" beim Umsatz, aber ein niedrigeres operatives Konzernergebnis als in den vergangenen beiden Rekordjahren.

Das Konzernperiodenergebnis brach von 99,6 Millionen auf 69,2 Millionen Euro ein. Das operative Ergebnis ging von 142,5 Millionen auf 108,0 Millionen Euro zurück, teilte das Unternehmen am Donnerstag hoc mit. Den Gewinneinbruch - unter anderem wegen höherer Zuckerrübenpreise - hatte der Agrarkonzern bereits am 24. September angekündigt. Der Umsatz stieg im Vorjahresvergleich von 1,603 Milliarden auf 1,674 Milliarden Euro.

Das operative Ergebnis im Bereich Zucker brach von 71,2 Millionen im Vorjahreszeitraum auf 38,2 Millionen Euro ein, im Geschäftsfeld Stärke von 46,5 Millionen auf 26,3 Millionen Euro. Bei Fruchtzubereitungen und Fruchtkonzentraten schnellte das operative Ergebnis hingegen von 24,8 auf 43,4 Millionen Euro in die Höhe. Die größten Mengenzuwächse bei Fruchtzubreitungen (u.a. für Molkereien) vermeldete das Unternehmen in Nordamerika und Asien. In Europa gab es beim Absatz nach rückläufigen Jahren erstmals wieder einen Anstieg.

Der Ausblick für das Gesamtjahr bleibt unverändert. Agrana erwartet weiterhin einen "leichten Anstieg" beim Umsatz, aber ein niedrigeres operatives Konzernergebnis als in den vergangenen beiden Rekordjahren. Ein Zurückfahren der Investitionen steht nicht im Raum: "Im Geschäftsjahr 2013/14 investieren wir in allen drei Segmenten mit insgesamt rund 140 Millionen Euro wieder erheblich in organisches Wachstum", betonte Agrana-Chef Johann Marihart. (APA)