Großprojekte

Ärger um Biomasse-Kraftwerk in Kärnten

Die Papierindustrie hat erneut Kritik an den Plänen zur Fernwärmeversorgung von Klagenfurt geübt. Die Stadt hatte vor wenigen Tagen einen Plan präsentiert, laut dem die Versorgung durch Biomasse, Abwärme des Fundermax-Werks in St. Veit und das auf Gas umgerüstete, alte Heizwerk erfolgen soll.

Papier- und Holzindustrie Papierindustrie Austropapier Alfred Heinzel

Austropapier-Präsident Heinzel klagt über das geplante Biomasse-Werk.

Zwar werde statt der geplanten zwei Biomassewerke nur mehr eines gebaut. "Wir glauben aber, dass es für Menschen, Wirtschaft und Umwelt besser ist, in Klagenfurt gar keine Biomasse-Groß-Kraftwerke zu errichten", sagte Alfred Heinzel, der Präsident von Austropapier. Er stellte auch die Frage, "warum nicht gleich sämtliche verfügbare Wärme aus St. Veit bezogen wird".

Die Papierindustrie wehrt sich seit Bekanntwerden der Pläne rund um die neue Fernwärmeversorgung von Klagenfurt gegen geplante Biomassewerke. Befürchtet wird, dass sich dadurch der Rohstoffpreis erhöht. Im Kampf gegen ein im Klagenfurter Stadtteil Lendorf geplantes Werk stieg der Papierkonzern Mondi bei der Versteigerung des Grundstücks ein, auf dem das Werk entstehen hätte sollen. Der Preis wurde so auf 1,5 Millionen Euro getrieben - ein Vielfaches des eigentlichen Grundstückswerts. Das in Lendorf geplante Werk kommt nun nicht zustande, die RZ-Gruppe ist vom Kauf des Grundstücks zurückgetreten. (apa)

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