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Acces denied: Wie sicher ist Ihr Unternehmen?

Die Zahl der Übergriffe auf IT-Systeme nimmt zu. Vier Security-Ansätze, die ihrer Zeit voraus sind.

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Die automatische Kontrolle dauert einige Sekunden. Dann geht die Zutrittsschranke mit leisem Surren auf und macht den Weg frei in die Halle, in der gerade an einem Prototyp für zwei Kunden aus der Automotive-Industrie gearbeitet wird. Gerade in Österreich finden Kontrollen dieser Art tagtäglich statt. Überall dort, wo wertvolles Know-how geschützt werden muss, sind sie unabdingbar. Die Lösungen dafür fallen indessen sehr unterschiedlich aus: von simplen Karten über Scan-Codes oder Passwörter bis zu ausgefeilten biometrischen Kontrollen.

Sicher identifizieren

Eine besonders praktikable, weil berührungslose und völlig sichere biometrische Methode hat Fujitsu entwickelt. Palm-Secure heißt sie und verwendet Nah-Infrarotlicht, um das Muster des sauerstoffarmen Bluts, das in den Venen des Nutzers fließt, zu scannen. Ein eigens von Fujitsu entwickelter Algorithmus erstellt anhand dieser Daten ein biometrisches Muster, das bei jedem Menschen anders ausfällt und das sich während des gesamten Lebens nicht ändert – ein ideales Identifikationsmerkmal. Durch die Berührungslosigkeit ergibt sich über- dies ein klarer Pluspunkt gegenüber dem wegen Hygienebedenken oft wenig beliebten Fingerscan.

Wilhelm Petersmann, Vice President Fujitsu und Managing Director Austria und Switzerland, kennt noch einen weiteren Vorteil der Methode: „Im Gegensatz zu herkömmlichen Zugangskontrollmethoden können biometrische Authentifizierungsmerkmale nicht kopiert, gestohlen oder verloren werden. Außerdem bleiben mit ihrer Hilfe bestimmte Handlungen zu individuellen Personen zurückverfolgbar.“ Im Ernstfall bietet das ein deutliches Sicherheitsplus.

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Sicher kommunizieren

Lösungen für sichere und moderne Kommunikation von Unternehmen hat sich Tele2 verschrieben. Das Motto dabei: Mobilität und Standortunabhängigkeit. Der Weg dorthin: zukunftssichere Zugänge wie virtuelle Telefonanlagen auf Internet- Basis (VoIP). Denn mit Hilfe von VoIP lassen sich Kommunikationslösungen in einem geschlossenen und entsprechend sicheren Netzwerk einfacher realisieren als mittels klassischer Telefonie.

Damit das gelingt, müssen allerdings, wie Alfred Pufitsch, CEO von Tele2 Österreich erläutert, einige Punkte bedacht werden: „VoIP-Lösungen sollten sich final immer an die individuellen Anforderungen eines Unternehmens anpassen. Sie sollten außerdem bereits jetzt zukunftsorientierte Technologien beinhalten sowie zentral und bequem über ein Webinterface verwaltet werden können.“ Ein absolutes Muss bleiben natürlich auch Sicherheitsanforderungen wie etwa Firewalls.

Bei der Einhaltung entsprechender Standards ist der große Vorteil von VoIP-Lösungen unübersehbar: Sie bieten Betrieben die Möglichkeit, ihre Telefonie in ein Kommunikationskonzept einzubinden, bei dem alle Standorte bedient werden können. Weil derartige Konzepte für die Realisierung weder eigene Bausteine für Schnittstellen noch eigene Telefonapparate oder separate Leitungen benötigen, bieten sie außerdem auch einen entsprechenden Kostenvorteil.

Sicher outsourcen

Wenn Unternehmen ihre IT-Infrastruktur ausgliedern, stehen Fragen der Sicherheit immer ganz oben auf der Liste der abzuarbeitenden Anforderungen. Nicht zuletzt aus diesem Grund hat sich der Linzer Automatisierungsexperte Keba für eine Partnerschaft mit der Kapsch BusinessCom entschieden, die nun Verantwortung für einen Teil der Keba-IT übernimmt. Da das Unternehmen auch zuvor schon mit einem Partner von außen zusammenarbeitete, ergab sich die sehr herausfordernde Situation, im laufenden Betrieb von einem externen Anbieter auf einen anderen umzustellen. „Der Aufbau der neuen Infrastruktur und die Übersiedlung der IT-Services sind in den letzten Monaten erfolgreich über die Bühne gegangen, wir sind mit der Transition sehr zufrieden, zieht Wolfgang Käferböck, der IT-Leiter von Keba, nun Bilanz.

Als lieferantenunabhängiger Serviceprovider greift Kapsch BusinessCom bei der Betreuung seiner Kunden auf ein umfangreiches Netzwerk von Partnern zurück und kann so für jeden konkreten Fall die beste und auch sicherste Lösung anbieten. Bei Keba kommen zum Beispiel die Firewall und der Virenschutz von Check Point Technologies, die Netzwerktechnik stellt Cisco zur Verfügung und der SAP-Basisbetrieb wird mit dem Partner X IT umgesetzt.

Die technische Sicherheit und Zuverlässigkeit ist allerdings nur ein Teil, um erfolgreiches Outsourcing zu gewährleisten, ebenso wichtig ist Bewusstseinsbildung, damit betreute Unternehmen nicht einem der häufigsten Gründe für Datendiebstahl zum Opfer fallen: der Schwachstelle Mensch. „Als eine der ersten Maßnahmen fand für Mitarbeiter der Keba am österreichischen Standort ein Security-Awareness-Workshop zu aktuellen IT-Bedrohungsszenarien statt“, berichtet Thomas Minichmayr, Leiter der Kapsch-Geschäftsstelle Linz.

Sicher optimieren

Vor neun Jahren hat der Autozulieferer Magna seine SAP-Landschaft optimiert und modernisiert. T-Systems baute dafür eine virtualisierte Serverlandschaft in Wien auf, mit deren Hilfe das Unternehmen seine SAP-Ressourcen immer an den aktuellen Geschäftsgang anpassen kann. Abgerechnet wird dabei nicht nach einem x vereinbarten Satz, sondern nutzungsabhängig. Nun wird ein nächster großer Kooperationsschritt gesetzt: Ab heuer betreut T-Systems für Magna den SAP-Betrieb in Asien und zwar direkt aus dem T-Systems-Datacenter Shanghai. Dass T-Systems bei Magna erneut zum Zug kam, hat auch mit der hohen Sicherheitskompetenz zu tun. Denn als Auftragsfertiger zahlreicher führender Automobilhersteller kann sich Magna in Sachen Datensicherheit absolut keine Pannen leisten.

Die Vorteile, die Magna aus der Kooperation mit T-Systems zieht, sind vielfältig: mehr Flexibilität, ein deutlich reduziertes IT-Budget für den reinen SAP-Betrieb, höhere Qualität der Services und bessere Beratung beim Application-Management. Kurt Siegl, Vice President IT-Solutions bei Magna Global IT, blickt daher optimistisch in die Zukunft: „Magna pflegt mit T-Systems in vielen Bereichen eine langjährige Zusammenarbeit, die auf einer fairen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit basiert. In einem weiteren Schritt haben wir die SAP-Systeme weiter konsolidiert und mit T-Systems den idealen Partner für Asien gefunden.“

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