Baustoffhersteller

Abwehrkampf ist vorbei: Saint-Gobain darf Sika schlucken

Der Übernahme des Schweizer Baustoffkonzerns Sika durch den französischen Konkurrenten Saint-Gobain steht aus kartellrechtlicher Sicht nichts mehr im Weg.

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Über ein Jahr lang haben Manager und Aktionäre von Sika gegen die Übernahmepläne gekämpft. Sie befürchten nicht nur Kürzungen und Entlassungen, sondern auch Gefahren für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens und die Firmenkultur insgesamt.

Der Übernahme des Schweizer Baustoffkonzerns Sika durch den französischen Konkurrenten Saint-Gobain steht aus kartellrechtlicher Sicht nichts mehr im Weg. Das letzte Wort haben allerdings die Gerichte.

Saint-Gobain teilt mit, dass der Konzern über sämtliche notwendigen Bewilligungen der Wettbewerbsbehörden für den Vollzug der Transaktion verfüge. Nach der Genehmigung durch die Eidgenössische Wettbewerbskommission (Weko) und der Behörde der EU habe nun auch die brasilianischen Wettbewerbsbehörde (CADE) ihre Zustimmung erteilt.

Vor bald einem Jahr hatte die Erbenfamilie Burkard bekanntgegeben, ihre Sika-Aktien und damit die Kontrolle über das Unternehmen an den Saint-Gobain verkaufen zu wollen. Die Burkards verfügen mit 16 Prozent Kapitalanteil an Sika über eine Stimmenmehrheit.

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Gegen die Übernahme wehren sich einerseits Aktionäre, die sich gegenüber der Gründerfamilie benachteiligt sehen. Die Erbenfamilie würde beim Verkauf ihres Aktienpakets nämlich eine saftige Prämie einstreichen. Andererseits leistet auch das Sika-Management Widerstand, weil es den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens und die Firmenkultur in Gefahr sieht.

Entschieden werden dürfte der Streit auf dem juristischen Parkett; es laufen mehrere Gerichtsverfahren. (sda/apa)

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