Abgasaffäre

Abgasstreit in den USA: Bosch zahlt über 130 Millionen Dollar

Autozulieferer Bosch erklärt sich einverstanden, in den USA 131 Millionen Dollar zu zahlen, um den Abgasstreit mit 47 Bundesstaaten beizulegen.

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Bosch zahlt in den USA zur Beilegung des Abgasstreits insgesamt 131 Millionen Dollar (114 Millionen Euro). Damit würden alle Forderungen von 47 US-Staaten beglichen, teilte das Büro des Bundesstaatsanwalts von New York mit. Die Summe betrage 98,7 Millionen Dollar. Darin seien auch Zahlungen an den District of Columbia, Puerto Rico und Guam enthalten.

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Industriebetriebe als Gelddrucker

27,5 Millionen Dollar gehen an 104.000 Diesel-Besitzer von Fiat Chrysler. Der Autozulieferer hatte einige Komponenten für die Dieselmotoren geliefert. Dieser Anteil war bereits zuvor aus Gerichtsunterlagen hervorgegangen.

Bosch: Das ist kein Schuldeingeständnis

Bosch erklärte, mit der Vereinbarung gehe kein Schuldbekenntnis einher. Man habe sich dazu bereit erklärt, um langwierige und teure Verfahren zu vermeiden.

Auch Fiat zahlt - deutlich mehr

Zuvor hatte Fiat Chrysler den Streit mit dem US-Justizministerium und Fahrzeugbesitzern über zu hohe Abgasemissionen für die Zahlung von fast 800 Millionen Dollar beigelegt. Die USA werfen dem amerikanisch-italienischen Autobauer vor, Abgas-Grenzwerte bei Diesel-Fahrzeugen mit Hilfe einer speziellen Software umgangen zu haben. Der Konzern bestreitet ein Fehlverhalten. (reuters/apa/red)

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