Autoindustrie

Abgasmanipulationen: Bei Bosch und BMW gehen Probleme in den USA weiter

Kläger in den USA werfen BMW und seinem Zulieferer Bosch wieder angebliche Manipulationen der Abgaswerte vor. Die Behauptung: Der Schadstoffausstoß überschreite die Grenzwerte der USA um das 27-Fache.

Automobilindustrie BMW Bosch Abgasaffäre USA

Der deutsche Autohersteller BMW und sein Zulieferer Bosch müssen sich erneut mit Vorwürfen von US-Klägern wegen angeblicher Abgas-Manipulationen auseinandersetzen. In einem seit März 2018 laufenden Rechtsstreit legte die für hartnäckige Sammelklagen bekannte Kanzlei Hagens Berman mit einer überarbeiteten Klageschrift nach.

Die Klägeranwälte beschuldigen die Unternehmen, mit einer speziellen Software Emissionswerte frisiert zu haben - ähnlich wie Volkswagen im "Dieselgate"-Skandal. Der zuständige Richter Kevin McNulty hatte die Klage im Juni abgewiesen, den Klägern aber Gelegenheit gegeben, ihre Vorwürfe zu überarbeiten.

Laut Klägeranwalt Steve Berman wurden inzwischen umfassende zusätzliche Abgastests durchgeführt, deren Ergebnisse die angeblichen Manipulationen belegen. Konkret geht es bei der Klage um "Zehntausende" X5- und 335d-Modelle, die zwischen 2009 und 2013 unter falschen Versprechen zur Umweltverträglichkeit verkauft worden sein sollen. Der Schadstoffausstoß überschreite die US-Grenzwerte um das bis zu 27-fache, behaupten die Kläger.

White Paper zum Thema

BMW teilte auf Nachfrage mit, den Rechtsstreit nicht zu kommentieren. Prinzipiell gelte, dass BMW-Autos mit allen legalen Vorschriften im Einklang seien. Ein Sprecher von Bosch erklärte: "Wir äußern uns aufgrund sensibler rechtlicher Rahmenbedingungen nicht zu laufenden Verfahren." (dpa/apa/red)

Aktuell:
Bayer "im Haifischbecken" amerikanischer Anwälte >>

Verwandte tecfindr-Einträge