Elektrotechnik

ABB und Schneider Electric im Rennen um Industriesparte von GE

Eingeweihten zufolge steigt der Schweizer Elektroriese ABB ins Rennen um die zu General Electric gehörende Sparte Industrial Solutions. Allerdings zeigt auch Schneider Electric Interesse - sowie vier Finanzfirmen.

Die europäischen Industriekonzerne ABB und Schneider Electric sind Insidern zufolge am Kauf einer Sparte des US-Rivalen General Electric interessiert. Die beiden Unternehmen hätten konkurrierende Angebote für die Tochter Industrial Solutions abgegeben, sagten mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Finanzfirmen kreisen schon um den Deal - Milliardengeschäft erwartet

Auch Finanzinvestoren wie KKR, Warburg Pincus, Clayton Dubilier & Rice sowie Onex seien interessiert. Der Verkauf der Sparte, die Elektrobauteile und Stromaggregate herstellt, könnte Experten zufolge drei Milliarden Dollar (2,79 Mrd. Euro) einbringen. Die Unternehmen lehnten eine Stellungnahme ab oder waren nicht erreichbar.

General Electric spürt den eingebrochenen Ölpreis

Der Siemens-Rivale General Electric kämpft mit einer Flaute im Öl- und Gasgeschäft. Zwar haben bessere Geschäfte mit Energie und Luftfahrt den Industrieriesen im ersten Quartal zurück in die schwarzen Zahlen gebracht. Doch zugleich wies GE einen Rückgang des Quartalsumsatzes von einem Prozent auf 27,66 Milliarden Dollar aus. Allein in der Sparte Öl und Gas betrug das Minus neun Prozent auf drei Milliarden Dollar.

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Im laufenden und im kommenden Jahr soll nun deshalb der Rotstift regieren. Konzernchef Jeff Immelt kündigte ein Sparprogramm an, das die Kosten um zwei Miliarden Dollar senken soll. An seinen bisherigen Umsatz- und Gewinnzielen für 2017 hält der Manager fest.

"Heuschrecke" setzt dem Industrieriesen GE massiv zu

Der Konzern steht unter dem Druck des Hedgefondes Trian Fund Management, der vom Investor Nelson Peltz geführt wird. Mit dem Verkauf der Sparte käme das Unternehmen bei seiner Strategie voran, sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren.

Erst im März wurde die Wassersparte an den französischen Konzern Suez und einen kanadischen Pensionsfonds für 3,4 Milliarden Dollar verkauft. (reuters/dpa-AFXapa/red)

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