Elektroindustrie

ABB: Spekulationen um die nächste milliardenschwere Abspaltung

Eingeweihten zufolge könnte der Schweizer Industrieriese mit großen Standorten in Österreich seine Sparte für Turbolader verkaufen. Konzernchef Björn Rosengren hatte zuvor angekündigt, drei milliardenschwere Sparten abstoßen zu wollen - obwohl sie überdurchschnittlich profitabel sind.

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Der Schweizer Elektrotechnikkonzern treibt Insidern zufolge die Veräußerung des Turbolader-Geschäfts voran. Demnach sind die Investmentbanken Credit Suisse und Goldman Sachs mit der Organisation der Transaktion beauftragt worden.

Die Sparte ist hochprofitabel

In Frage komme neben einem Verkauf auch eine Abspaltung über die Börse. Nach früheren Aussagen von Insidern könnte der Bereich rund 1,5 bis 2 Milliarden Dollar wert sein. ABB, Credit Suisse und Goldman Sachs lehnten eine Stellungnahme ab.

Konzernchef Björn Rosengren hatte im November angekündigt, drei überdurchschnittlich profitable Bereiche mit einem Umsatz von insgesamt 1,75 Milliarden Dollar (1,47 Mrd. Euro) abstoßen zu wollen. ABB sei nicht der beste Eigner zur Weiterentwicklung dieser Geschäfte, hieß es zur Begründung. Aktuell dazu: ABB schafft 2020 höchsten Gewinn der Firmengeschichte >>

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Bereich Turbolader ist 1,5 bis 2 Milliarden Dollar wert

Neben den Turboladern will sich der Schwede auch von den Sparten Stromwandler sowie Mechanical Power trennen. Für den letztgenannten Bereich, der unter der Marke Dodge Kupplungen und Getriebe herstellt, hat sich die US-Bank JP Morgan Insidern zufolge das Verkaufsmandat gesichert.

Für das Stromwandler-Geschäft stellte Rosengren im Februar für das erste Halbjahr einen Deal in Aussicht. Beim Turbolader-Geschäft könnte es bis Ende des Jahres dauern, hatte er damals gesagt. (reuters/apa/red)

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