Anlagenbau

ABB: Neuausrichtung des Konzerns drückt auf Umsatz und Ergebnis

Der Siemens- und GE-Konkurrent hat vor allem im letzten Quartal in drei von vier Sparten Margen- und Umsatzrückgänge hinnehmen müssen. Der Schweizer Konzern wird derzeit neu ausgerichtet und konzentriert sich verstärkt Robotik, Antriebe und Industrieautomation. In diesem Bereich wurde im Vorjahr die oberösterreichische B+R übernommen.

ABB-Vorstandschef Ulrich Spiesshofer: Enttäuschendes Schlussquartal im "Übergangsjahr".

Die Konzernmutter des heimsichen Automatisierungsunternehmens B+R hat im Vorjahr eine Neuausrichtung vorgenommen. Man trennte sich von nicht mehr zum Kerngeschäft zählenden Bereichen - wie das Hochspannungskabelgeschäft und hat im Bereich Elektrifizierungsprodukte, Robotik und Antriebe und Industrieautomation zugekauft. Die Transformation macht sich auch in den Zahlen bemerkbar: Im vergangenen Geschäftsjahr konnte ABB, das in Teilen mit Siemens und General Electric konkurriert, jedoch nicht überzeugen. 2017, das von Spiesshofer immer wieder als Übergangsjahr tituliert wurde, stagnierten Umsatz und operatives Ergebnis. Das Schlussquartal verlief dabei enttäuschend: So mussten drei von vier Sparten auf vergleichbarer Basis Umsatzrückgänge beziehungsweise eine Umsatzstagnation hinnehmen. Nur in der Robotik konnten die Erlöse gesteigert werden. Insgesamt sanken die Umsätze auf vergleichbarer Basis um 1 Prozent auf 9,3 Mrd. US-Dollar (7,5 Mrd. Euro).

Die neuen Geschäftsfelder und ein strikter Sparkurs habe die ABB jetzt allerdings gut aufgestellt, um in der sich verbessernden Marktsituation profitabel zu wachsen, sagte ABB-Chef Ulrich Spiesshofer am Donnerstag bei einer Bilanzpressekonferenz in Zürich. Die wirtschaftlichen Signale aus Europa und den USA seien positiv und China befinde sich weiter auf Wachstumskurs. Umsatz und Ergebnis sollen daher zulegen.

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