Automatisierung

ABB, Kuka, Fanuc & Co: Diese Roboter kommen 2017

2017 wird zum Bewährungstest: Können Hersteller mit Zweiarmrobotern und kollaborativen Mensch-Maschine-Lösungen in der Industrie punkten? Wir glauben ja.

Von
Bild 1 von 7
© A.Pattenden

Kollaborativ: YuMi

Zum entwicklerischen Hausschatz der Schweizer zählt neuerdings auch ein Zweiarmer.

YuMi (abgeleitet von "You and Me") ist nach eigener Aussage ABBs Vision der Zukunft, und damit überziehen die Schweizer rhetorisch nicht unbedingt: Ausgestattet mit einem Visionsystem, zwei geschickten Greifhänden und zeitgemäßer Sensorik besitzt der Zweiarmer für betriebliche Effizienzsteigerer eine bestechende Logik. Dass die absatzmäßig noch in den Anfängen steckende Zweiarmtechnologie im ABB-Vertrieb eher früher als später die Herzen springen lassen dürfte, glauben wir den Schweizern jetzt einfach einmal. Mächtige Fürsprecher im Konzern - von CEO Ulrich Spiesshofer abwärts - und in der Industrie hat der Roboter, der ohne Schutzzaun auskommt, bereits.

Hersteller: ABB
Typ: Zweiarmer
Handhabungskapazität pro Arm: 500 Gramm
Marktstart (Österreich): 2016
Anwendung (Auszug): Greif-, Platzier- und (Kleinteile-)Montageprozesse
Was überrascht: Seine Präzision. Wenn er soll, kriegt er einen Faden durch ein Nadelöhr.

Tipp: Benutzen Sie die linke bzw. rechte Pfeil-Taste Ihrer Tastatur um durch die Fotostrecke zu navigieren.
© A.Pattenden

Kollaborativ: YuMi

Zum entwicklerischen Hausschatz der Schweizer zählt neuerdings auch ein Zweiarmer.

YuMi (abgeleitet von "You and Me") ist nach eigener Aussage ABBs Vision der Zukunft, und damit überziehen die Schweizer rhetorisch nicht unbedingt: Ausgestattet mit einem Visionsystem, zwei geschickten Greifhänden und zeitgemäßer Sensorik besitzt der Zweiarmer für betriebliche Effizienzsteigerer eine bestechende Logik. Dass die absatzmäßig noch in den Anfängen steckende Zweiarmtechnologie im ABB-Vertrieb eher früher als später die Herzen springen lassen dürfte, glauben wir den Schweizern jetzt einfach einmal. Mächtige Fürsprecher im Konzern - von CEO Ulrich Spiesshofer abwärts - und in der Industrie hat der Roboter, der ohne Schutzzaun auskommt, bereits.

Hersteller: ABB
Typ: Zweiarmer
Handhabungskapazität pro Arm: 500 Gramm
Marktstart (Österreich): 2016
Anwendung (Auszug): Greif-, Platzier- und (Kleinteile-)Montageprozesse
Was überrascht: Seine Präzision. Wenn er soll, kriegt er einen Faden durch ein Nadelöhr.

©

Kompakt: KR3 Agilus

Das Portfolio der Augsburger Roboter-Edelschmiede ist jetzt noch ausdifferenzierter.

Am Marktplatz der Meinungen zuletzt hoch gehandelt: Alles, was die Übernahme des Augsburger Robotikunternehmens durch den chinesischen Weißware-Riesen Midea betraf. Dass der deutsche Traditionshersteller zurzeit auch technologisch spannende Stücke abliefert, wird am neuesten Mitglied der Kuka-Kleinrobotikfamilie ersichtlich: Der KR 3 Agilus ist ein ehrbarer Kompakter, optimiert für unter anderem kleinste Zellenkonzepte und kürzeste Zykluszeiten.

Hersteller: Kuka
Typ: Fünfachser
Maximale Traglast: 3 Kilo
Marktstart (Österreich): 2017
Anwendung (Auszug): Handlingaufgaben, Montage, Schrauben, Löten
Was überrascht: Dass in Zellen von nur 600 x 600 Millimeter ein Roboter passt.

©

Dynamisch: R-1000iA/120F-7B

Fanuc wertet eines seiner prominenten Serienmodelle auf.

Aufgrund seiner Kinematik mit zusätzlicher Knickachse in Schwinge 2 ist der siebenachsige Roboter prädestiniert für Einsätze in sehr engen Arbeitsräumen. Er hat eine Traglast von 120 Kilo und eine maximale Reichweite von 2.230 Millimeter. Die zusätzliche Achse in der Schwinge 2 erlaubt es dem Roboter, die Schwinge 2 praktisch zusammenzufalten und damit zu verkürzen.

Hersteller: Fanuc
Typ: Siebenachser
Marktstart (Österreich): 2017
Anwendung: Breitest
Was überrascht: In welch eingem Arbeitsraum er operieren kann, ohne an Aktionsradius einzubüßen.

©

Universell: TX2

Die Schweizer punkten einmal mehr mit strikter Nutzwertorientierung.

Kündigen die Schweizer eine Modelloffensive an, ist dies vor allem eins: Verheißung. Leichter, dynamischer, steifer und stärker motorisiert werden die Sechsachser der Serie TX2 (in drei Modellreihen erhältlich) sein - man bekommt ein Bild. Gerald Vogt, Geschäftsführer Stäubli Robotics, ist denn auch kein bisschen schaumgebremst, wenn er die Entwicklung folgendermaßen zusammenfasst: „Unserer Mannschaft entwickelten nicht nur ultraschnelle Sechsachser, sondern qualifizierten diese gleichzeitig für die Mensch-Roboter-Kollaboration", gab er unlängst zu Protokoll.

Hersteller: Stäubli
Typ: Sechsachser
Maximale Traglast: 2-15 Kilo
Marktstart (Österreich): Jänner 2017
Anwendung (Auszug): Montageprozesse aller Art
Was überrascht: Wie elegant die Schweizer Bewährtes (Ultrakompaktheit) mit neuer Funktionalität (Safe-Funktonen) verheiraten.

© www.independent-light.com

Optimiert: MotoSense

Die Japaner machen das Roboterschweißen einmal mehr effizienter.

Sie ist weniger künstlerische Bestimmung als industrielle Kernerfordernis: Die perfekte Schweißnaht. Mit dem Vision-System MotoSense, das der japanische Robotikspezialist jüngst vom Stapel ließ, sollen perfekte Schweißergebnisse nun wiederholbar erzielt werden können. Konkret macht das System die Nahterkennung und -verfolgung an programmierbaren Schweißbahnen möglich - selbstredend in Echtzeit.

Hersteller: Yaskawa
Typ: Optisches System
Marktstart (Österreich): 2016
Anwendung: Roboterschweißen
Was überrascht: Wie sich dank Automation Begriffe wie die Wiederholgenauigkeit aus dem Schweißer-Vokabular verabschieden.

© Florian Stoellinger

Intuitiv: KeTop T10

Weckt das Kind im Facharbeiter: Ein neues Teaching-Tool.

Zukünfteln in Industrie-4-0-Zirkeln mag ja eine notwendige und ehrbare Sache sein. Doch potentiell große Lösungen von morgen schon heute im Produktkatalog zu haben, zeugt von mehr Wagemut. Der Automatisierungsspezialist Keba darf sich rühmen, davon manchen zu haben. Das Handbediengerät der Linzer macht das Teachen von Robotern per Gesten möglich. Kann man das mögen? Wir meinen ja. Imstande, mögliche Ressentiments abzubauen, ist die Herstellerprosa: "Selbst bei erfahrenen Roboterbedienern seien Zeitgewinne von bis zu 20 Prozent möglich", heißt es bei Keba.

Hersteller: Keba
Typ: Handbediengerät
Anwendung: Teachen von 6-Achsern per Geste
Was überrascht: Mit wieviel Akzeptanz sich Ansätze aus der Gaming-Welt in die Fertigung tasten.

© INDUSTRIEMAGAZIN Verlag GmbH

Kurz gemeldet....

Die vergangenen Jahre waren die Entwicklerlabors des Robotikspezialisten FerRobotics für so manche Überrschung gut. Für 2017 legen die Linzer nach: "Wir gehen künftig stärker in Richtung End-of-arm-Lösungspakete", ist aus em Unternehmen zu hören. Der aktive, sensitive Kontaktflansch ACF wird dazu direkt mit dem Bearbeitungstool verschmolzen - Anwender bekommen ein "fixfertiges Set". Ab Quartal Zwei zu haben: Ein Kombipaket aus Kontakflansch und Exzenterschleifer (Active Orbital Kit) für unter anderem effizienteres Oberflächenfinish.