Nutzfahrzeuge

7.000 Frächter klagen: Lkw-Herstellern drohen neue Milliardenkosten

Weil tausende Transportunternehmen gegen das Lkw-Kartell geklagt haben, drohen Lastwagenbauern neue Schadenersatzforderungen in Milliardenhöhe. Dabei mussten die Hersteller bereits vor drei Jahren hohe Strafen an die Behörden zahlen.

Die Lkw-Hersteller stehen vor milliardenschweren Schadenersatzforderungen wegen des schon mit Strafen geahndeten Kartells in Europa. Gut 7.000 Transportunternehmen hätten mit den bisher am Landgericht München eingereichten gemeinsamen Klagen Ansprüche von mehr als einer Milliarde Euro erhoben.

Das erklärte der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) in Frankfurt. "Wir gehen derzeit von einem Schaden von über einer Milliarde Euro aus", sagte Dirk Engelhardt, Chef des Verbands.

Diese Hersteller sind ageklagt

Angeklagt sind alle Lastwagenbauer, die das Bußgeld der EU-Kommission 2016 akzeptiert hatten: Daimler, MAN, Volvo/Renault, DAF und Iveco. Das Kartell war schon 2011 aufgeflogen und hatte Strafzahlungen der EU von 3,8 Mrd. Euro nach sich gezogen. MAN als Kronzeuge kam straffrei davon. (reuters/apa/red)

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