Netzwerkausrüster

5G-Ausbau: Merkel will, dass chinesische Firmen an Bord bleiben

Trotz massiver Kritik vor allem aus den USA und anderen westlichen Staaten an chinesischen Netzwerkausrüstern wie Huawei will die deutsche Kanzlerin nicht, dass diese ausgeschlossen werden. Der Grund, den Merkel nicht nennt: Die deutsche Industrie und vor allem die Autoindustrie wagt es nicht mehr, ihre Geschäfte in China zu gefährden.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich gegen den von den USA geforderten Ausschluss bestimmter Firmen etwa aus China bei Aufbau des 5G-Mobilfunknetzes in Deutschland ausgesprochen. "Ich bin dagegen, dass wir einfach per Definition jemand ausschließen", sagte sie bei der Eröffnung der Hannover Messe, ohne China oder den Netzwerkausrüster Huawei namentlich zu erwähnen.

"Wichtig sind die Standards, die eingehalten werden müssen." So sollten sich die europäischen Regierungen auch aufstellen, sagte sie in Anwesenheit des schwedischen Ministerpräsidentin Stefan Löfven zu der Debatte in der EU, wie man mit dem US-Druck umgehen sollte. Schweden verfügt mit Ericsson über eines der Konkurrenzunternehmen zu Huawei.

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Zuvor hatte bereits der Präsident des deutschen Zentralverbands der Elektrotechnik- und Elektro-Industrie (ZVEI), Michael Ziesemer, indirekt vor einem Ausschluss Huaweis gewarnt. "Was wir nicht brauchen, ist die Abriegelung bestimmter Sektoren unter Sicherheitserwägungen", sagte er bei der Eröffnung der Industriemesse. Man brauche zwar Sicherheit, aber vor allem gleiche Regeln für alle.

Harte Kritik an Huawei wegen Verdacht auf Spionage

Die USA fordern den Ausschluss von Huawei wegen Spionageverdachts. Das Unternehmen weist die Vorwürfe zurück. Zu den Konkurrenten von Huawei gehört auch der US-Konzern Cisco. (reuters/apa/red)

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