Bahnindustrie

400 km/h: Italien bekommt nach Ostern rasend schnelle neue Züge

Italiens Bahnkonzern FS setzt auf Hochgeschwindigkeit. Noch diesen April gehen die neuen "Frecciarossa 1000" in Betrieb. Die roten Pfeile sind bis zu 400 Stundenkilometer schnell. Bald darauf soll die Fahrt von Mailand nach Rom kaum länger dauern als zwei Stunden.

Italiens Bahnen setzen immer mehr auf Hochgeschwindigkeit. Statt drei Stunden wie bisher wird die Fahrzeit der Züge auf der 600 Kilometer langen Strecke zwischen Mailand und Rom nur noch zwei Stunden und 20 Minuten betragen, teilte der Geschäftsführer der italienischen Staatsbahnen (FS), Renato Mazzoncini, mit.

In Italien konkurrieren zwei Anbieter von Schnellzügen um die Kunden. Neben der Staatsbahn gibt es seit 2012 auch die privaten Italo-Züge.

Die Garnituren "Frecciarossa 1000"

Die Staatsbahnen werden bis Ende April die neuen Züge Frecciarossa 1000 geliefert bekommen, die bis zu 400 Stundenkilometer schnell fahren. Die Frecciarossa-Züge in Italien setzen auf hohe Geschwindigkeit und wenige Haltepunkte.

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Hitachi und Bombardier bauen die "roten Pfeile"

Hinter Frecciarossa ("Roter Pfeil") stehen die Hersteller AnsaldoBreda (beziehungsweise Hitachi Rail Italy) sowie Bombardier Transportation - also die Sparte, die der kanadische Hersteller Bombardier gerade mit der Zugsparte von Siemens fusionieren will.

Alstom beliefert privaten Wettbewerber Italo

Italo bedient mit seinen schnellen und modernen Zügen des französischen Konzerns Alstom weniger Strecken als die Staatsbahnen, setzt aber vor allem auf Komfort und Service. So gibt es in der ersten Klasse Essen am Platz, dazu kommen WLAN und die Möglichkeit eines eigenen Unterhaltungsprogramms. (APA/red)

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