Erdgas

39 neue LNG-Tankstellen quer durch Europa geplant

Ein Konsortium aus Autoherstellern, der Mineralölindustrie und Finanzfirmen will ein europaweites Netz mit 39 Flüssiggas-Tankstellen bauen. Österreich ist nicht dabei. Geplant ist auch die Produktion von "biologischem" LNG aus organischen Abfällen.

Ein Konsortium aus Unternehmen der Auto-, Mineralöl- und Finanzindustrie will ein europaweites Netz mit 39 Flüssiggas-Tankstellen bauen. Zudem sollen 2.000 weitere Lkw auf die Straßen kommen, die mit verflüssigtem Erdgas (LNG) angetrieben sind, teilte die deutsche Shell-Organisation in Hamburg mit.

Die Tankstellen werden in Belgien, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Polen und Spanien gebaut. Etwa alle 400 Kilometer entlang der Hauptverkehrsachsen von Spanien nach Ostpolen solle eine Station stehen. Auf Deutschland entfallen zehn neue LNG-Tankstellen.

Auch "biologisches" LNG geplant

Zudem plant das Konsortium mit dem Namen BioLNG EuroNet den Bau einer BioLNG-Anlage mit einer Produktionskapazität von 3.000 Tonnen jährlich in den Niederlanden. Dabei wird Biogas aus organischen Abfällen erzeugt, zu LNG heruntergekühlt und an den Endverbraucher verkauft. Während fossiles LNG den CO2-Ausstoß um 20 Prozent senke, seien es bei BioLNG 90 Prozent.

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Shell hatte erst im September die erste deutsche LNG-Tankstelle in Hamburg eröffnet. Bereits heute sind in Europa rund 5.000 Lkw der Hersteller Iveco, Scania und Volvo unterwegs, die mit LNG betrieben werden.

Das sind, gemessen an der Zahl der Fahrzeuge, noch nicht viele. Allein in Deutschland fahren drei Millionen Lastwagen. In den nächsten Jahren wird mit einer deutlichen Zunahme gerechnet. In den USA und in Asien fahren schon jetzt viele Lkw mit LNG. Ziel des Konsortiums, das mit EU-Mitteln unterstützt wird, sei es, LNG als zukünftige Energiequelle für den großen Verkehrssektor zu erschließen. (dpa/apa/red)

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