Spedition

Auf Achse

Die Salzburger Spedition Zenit hat sich auf komplizierte Marktnischen fernab gewohnter mitteleuropäischer Standards spezialisiert.

Logistik Zenit

Den eigenen Zenit sieht Franz Forster noch lange nicht erreicht. Dem Inhaber der Spedition Zenit geht der Platz in Bergheim aus, ab April wird im Nachbarort Elixhausen auf 20.000 Quadratmetern Fläche eine neue Zentrale gebaut. Ein Teil wird vermietet, ein Teil als Lager genutzt werden. "Hier können wir unseren Kunden auch einen Mehrwert mit Kommissioniertätigkeiten bieten", schildert Juniorchef Michael Forster die Pläne: "Das Unternehmen hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt, die Übersiedlung in neue, größere Gebäude ist der logische Schritt. Die Investition ist auch ein klares Zeichen in Zeiten, wo es nicht immer einfach ist."

35 Jahre Erfahrung

Einfach ist beim unternehmerischen Fokus von Zenit ohnehin ein dehnbarer Begriff. 1998, bei der Gründung, hat Franz Forster auf Transporte von Westeuropa in den Osten gesetzt: den Nahen und Mittleren Osten, die Mongolei und die Länder, die durch den Fall des Eisernen Vorhanges ein paar Jahre später zu Russland und zur GUS wurden.

Ukraine, Irak, Iran, Russland, Syrien – an zahlreichen Stellen toben Kriege und Konflikte oder beeinträchtigen Embargos die Geschäfte der Spedition Zenit bzw. ihrer Kunden.

White Paper zum Thema

Die Forsters sehen die sich immer wieder wechselnden Umstände als Herausforderung. "Es gibt viele Spezialisten, aber nur einen SpezialOsten", lautet der Slogan der Salzburger. In der Waagschale zählen 35 Jahre Erfahrung und verlässliche Partner in den jeweiligen Ländern: "Sprachbeherrschung ist für alle Länderbetreuer ein absolutes Muss!", sagt Michael Forster.

90 Prozent Auslandsaufträge

In Bergheim sowie in den Zweigstellen in Furth im Wald an der bayerischen Grenze zu Tschechien und in Sofia beschäftigt das Familienunternehmen derzeit 30 Mitarbeiter. Zenit hat keinen eigenen Fuhrpark, sondern langjährige Vertragspartner. 90 Prozent der Aufträge stammen denn auch gar nicht aus Österreich. Salzburg ist "nur" die Drehscheibe des Ganzen, um Transporte von A wie beispielsweise Augsburg nach B wie Baku auf den Weg zu bringen. Neben Komplettladungen werden auch Sammelguttransporte abgewickelt, zu den weiteren Stärken zählen Schwergut- und Übermaßtransporte sowie Projekttransporte. 150 Ladungen für eine Bewässerungsanlage im Nordirak, rund 100 Stahltransporte für einen Flughafen in Aserbaidschan, mehrere hundert Lkws für den Bau einer Automobilfabrik südlich von Istanbul – solche Großaufträge über einen längeren Zeitraum halten die Bilanz stabil, wenn wieder einmal an einer anderen Destination durch einen Konflikt das Tagesgeschäft einbricht.